Gisela Schneeberger


Schauspielerin
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Leben & Werk

Bayerische Kabarettistin und Schauspielerin. Gisela Schneeberger feierte auf der Bühne, in Fernsehen und Film Triumphe, wo sie unter der Regie von Hanns Christian Müller und als Partnerin von Gerhard Polt verschiedenste, in bayerischer Mundart sprechende Frauentypen aus dem Volk spielte. Das Team, das seit 1975 zusammenarbeitete, nahm Kleinbürgerlichkeit, Provinzialismus, Vorurteile und Alltagsrituale aufs Korn und führte das satirische Kabarett in glanzvolle Höhen. Schneeberger und Polt als die Liesl Karstadt neben seinem Karl Valentin waren zeitweise so populär, dass sie als Ehepaar galten, obwohl Schneeberger mit Müller verheiratet war. Nach einer Auszeit kehrte Schneeberger Ende der 90er Jahre in Rollen desillusionierter, die Welt mit zynischen Kommentaren bestrafende Frau zu Fernsehen und Film zurück. Schneebergers Frauen zeichnen sich durch Witz, Galgenhumor und Bodenständigkeit aus, „denn neurotisch bin ich selber“.

Gisela Schneeberger wurde 1948 in Dollnstein bei Eichstätt in Bayern geboren. In der Schule wurde sie durch die Theatergruppe auf die Bühnenwelt neugierig und wollte mindestens Seiltänzerin werden, absolvierte aber wegen der strengen Mutter ihr Abitur und studierte zunächst Psychologie in München. Von 1971 bis 1974 absolvierte sie ihre Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München und ging 1974 und von 1976 bis 1978 ans Schillertheater Berlin. 1975 lernte sie Polt und Müller kennen, war in der Satirereihe „Scheibenwischer“ und der Sketchreihe „Fast wia im richtigen Leben“ (1978) dabei und hatte 1979 an Polts Seite an den Münchner Kammerspielen Erfolg mit der Faschingssatire „Kehraus“, 1983 als Kinofilm ebenso erfolgreich. In der Urlaubssatire „Man spricht deutsh“ (1987) war Schneebergers Polts Ehefrau und im Nachklang, dem Römer-und-Germanen-Klamauk „Germanikus“ (2004), die berüchtigte Gattin Tusnelda. Im Alleingang glänzte sie als Tankstellenfrau Susi Herzog in der Supermarktsatire „Langer Samstag“ (1992).

Zu Gisela Schneebergers Fernseharbeit gehören Helmut Dietls Serie „Monaco Franze“, wo sie in der Faschingsepisode neben Helmut Fischer auftrat; sie war neben Senta Berger in der Serie „Die schnelle Gerdi“, in „Zimmer mit Frühstück“ (TV) und in Doris DörriesBin ich schön?“ (Kino) zu sehen und als verlassene Geliebte und Rächerin im Ingrid-Noll-Krimi „Der Hahn ist tot“ (Kino 2000). Im Zweiteiler „Papa und Mama“ (2005) ist sie die sich aufrappelnde verlassene Ehefrau, als Schauspielerin kommentiert sie die Ehe von Iris Berben und Matthias Habich in Sherry Hormans TV-Drama „Silberhochzeit“ (2006) und als Sprechstundenhilfe ist sie im Zweiteiler „Helen, Fred und Ted“ Zentrum der Gemeinschaftspraxis der drei Psychiater.

Gisela Schneeberger wurde 1979 für „Scheibenwischer“ und 1980 für „Fast wia im richtigen Leben“ mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. 2006 erhielt sie für „Silberhochzeit“ und Vivian Naefes schwarze Komödie um den Priester „Leo“ den Deutschen Fernsehpreis als Beste Nebendarstellerin.

Gisela Schneeberger trennte sich 1993 von Ehemann Hanns Christian Müller und lebt als Single in München.

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